Grasflächen

Von der Gesamtfläche des Nationalparks Plitvicer Seen entfallen ca. 6957 ha auf Grasflächen (Wiesen und Weiden). Sie sind dank ihrer biologischen Vielfalt reich an verschiedenen Pflanzensorten. Je nach ökologischen Faktoren unterscheidet man mehrere Grasvegetationstypen. Um im Nationalpark die Verbuschung der Grasflächen zu verhindern und somit alle der vielfältigen Pflanzenarten zu erhalten, müssen die natürlich vorkommenden Grasvegetationstypen gepflegt werden. Die Grasflächen werden durch regelmäßiges Ausmähen, Viehbeweidung und kontrolliertes Brennen gepflegt.


Wenn auch nur eine der genannten Formen des menschlichen oder tierischen Einflusses fehlt, kommt es zur progressiven Sukzession der Vegetation, aus der unter dem Einfluss umliegender Wälder und Bäume selbst Dickicht und Wald wird.

Der Prozess der Sukzession an einem Standort ist relativ langwierig und hängt von vielen klimatischen und anderen Faktoren ab. Vegetationsveränderungen kommen zuerst im sukzessiven Artenwechsel und Artenzahlwechsel einer Pflanzengesellschaft zum Ausdruck.


Wenn die Verbuschung der Grasflächen nicht aufgehalten wird, würde die Pflanzenvielfalt sinken. Auf diese Art und Weise kann sich das Landschaftsbild verändern und die bunte Schönheit der Grasflächen könnte verloren gehen. Der Rückgang an Pflanzenvielfalt begünstigt dann auch den Schwund bei manchen Faunavertretern (z.B. Schmetterling Bläuling), deren Lebenszyklus an Grasflächen und bestimmte Pflanzenarten gebunden ist.


Da die Verbuschung (Sukzession) der Grasflächen in den letzten Jahren stark fortgeschritten ist, ist es notwendig, diesem Prozess volle Aufmerksamkeit zu schenken und ihn zu stoppen.